Der Leiter der Corona-Lage Herr Schönberg informiert über die aktuellen Fallzahlen. Mit Stand 22.11.2021 hätten sich im Landkreis und der Stadt Koblenz insgesamt 15.918 Menschen an dem Corona-Virus infiziert. In den letzten Wochen sei die Zahl der Neuinfizierten stark angestiegen, in der Vorwoche habe es 536 neue Fälle gegeben.

Die Zahl der unter Quarantäne gesetzten Kontaktpersonen sei hingegen zurückgegangen. Dies sei jedoch darauf zurückzuführen, dass seit Mitte September nur noch enge Kontaktpersonen, welche weder geimpft noch genesen sind, eine Quarantäneverfügung erhalten.

Insgesamt seien 310 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion zu verzeichnen.

Größere Ausbrüche in Altenheimen seien aktuell nicht vorhanden. Bei den letzten Ausbrüchen seien wie bisher flächendeckend PCR-Testungen der Bewohner und Mitarbeiter durchgeführt worden. Dennoch habe es neun Todesfälle in Altenheimen gegeben, die Verstorbenen hätten teilweise noch keine Booster-Impfung erhalten.

In den Schulen und Kindertagesstätten sei das Infektionsgeschehen weiterhin diffus.

 

Der Vorsitzende dankt Herrn Schönberg für den Bericht. Die aktuelle Situation sei dramatisch.

 

Das Ausschussmitglied Luig-Kaspari berichtet, dass nach den aktuellen Regelungen jeder Altenheimbesucher vor Zutritt in die Einrichtung getestet werden müsse. Dies stelle für die Altenheime eine große Herausforderung dar. Sie fragt deshalb, ob das Gesundheitsamt Möglichkeiten sehe, die Einrichtungen zu unterstützen.

 

Herr Schönberg teilt mit, dass das Gesundheitsamt hierfür keine Kapazitäten habe.

Frau Büroleiterin Kretzschmann ergänzt, dass sich die Personalgewinnung weiterhin als schwierig darstelle, auch die Bundeswehr sei grundsätzlich derzeit zurückhaltend, Amtshilfeersuchen nachzukommen. Seit dem heutigen Tage würden jedoch wieder sechs Soldaten die Mitarbeiter in der Corona-Lage unterstützen. In den Impfambulanzen seien hingegen aktuell keine Soldaten eingesetzt.

Das Land führe ein Verzeichnis von Freiwilligen, die sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit im Zusammenhang mit der Pandemiebekämpfung gemeldet haben. Eventuell können sich die Altenheime dorthin wenden.

 

Das Ausschussmitglied Laux informiert darüber, dass die Besucher nicht zwingend in den Heimen, sondern auch vorab in Teststellen getestet werden können.

Dies wird durch Frau Abteilungsleiterin Vogt bestätigt.

 

Herr Schönberg beantwortet im Folgenden weitere Fragen der Ausschussmitglieder. Er teilt hierbei mit, dass die 7-Tages-Inzidenz bei den unter 20-jährigen um 40-60% über der Gesamtinzidenz liege. Etwa 45% der Neuinfizierten seien geimpft. Durch die starke Fallzahlsteigerung vergingen mittlerweile teilweise zwischen drei bis vier Tage, bis positiv getestete Bürger vom Gesundheitsamt angerufen werden. Die betroffenen seien aber in der Regel, beispielsweise mittels der Corona-Warn-App, bereits vorher über ihr Ergebnis informiert worden.